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Wissenswertes rund um rahmengenähte Schuhe

Wer Wert legt auf qualitativ hochwertiges Schuhwerk, der kommt um rahmengenähte Schuhe nicht herum. Aber was verbirgt sich genau hinter dieser Art von Schuh? Wie erkennt man rahmengenähte Schuhe überhaupt, wie lange kann man an ihnen Freude haben und was ist beim Kauf und der Pflege zu berücksichtigen? Diese und weitere Fragen gehen wir auf dieser Seite an, sodass Sie vor Ihrem nächsten Schuhkauf ein wahrer Kenner sind und genau wissen, worauf Sie achten sollten.

Wie erkennt man rahmengenähte Schuhe?

Ein entscheidender Aspekt für die Qualität eines Schuhs ist die Art, wie das Oberteil mit der inneren Sohle – der sogenannten Brandsohle – verbunden ist. Werden diese beiden Teile zusammengenäht, spricht man von rahmengenähten Schuhen. Diese Unterscheiden sich maßgeblich von billigen Schuhen, die nur verklebt sind, und bringen ein sehr viel angenehmeres Tragegefühl mit sich. Doch es gibt noch weitere Vorteile: So sind genähte Schuhe deutlich langlebiger und können bei Bedarf vom Fachmann repariert werden, während minderwertige Varianten schnell schon mal nach ein paar Monaten oder gar Wochen des intensiven Tragens in der Mülltonne landen. Aber auch bei den vermeintlich rahmengenähten Schuhen ist Vorsicht geboten. Es gibt durchaus Nachahmungen, die besonders günstig hergestellt werden, da minderwertige oder gänzlich ungeeignete Materialien zum Einsatz kommen. In manchen Fällen werden Kunden sogar bewusst getäuscht. Dies geschieht häufig in Form von einer Ziernaht, die nur den Anschein weckt, dass es sich um ein rahmengenähtes Modell handelt. In Wirklichkeit sind diese Schuhe jedoch geklebt.

Wie werden rahmengenähte Schuhe hergestellt?

Der oftmals höhere Preis von rahmengenähten im Vergleich zu verklebten Schuhen ist nicht nur auf den deutlich besseren Tragekomfort und die höhere Lebensdauer zurückzuführen, sondern hat zudem mit dem aufwendigen Herstellungsverfahren zu tun. Das Vernähen von Ober- und Unterteil des Schuhs erfolgt schließlich in mühsamer Handarbeit von ausgebildeten Fachkräften. Es gibt auch rahmengenähte Schuhe, die maschinell genäht werden. Diese bezeichnet man dann als Goodyear welted. Dieser Name geht auf das von Charles Goodyear im Jahr 1872 patentierte Verfahren zurück, welches sich zum am häufigsten genutzten Verfahren beim maschinellen Vernähen von Schuhen etabliert hat.

Wie lange halten rahmengenähte Schuhe?

Es gibt verschiedene Faktoren, die bei der Haltbarkeit von rahmengenähten Schuhen eine Rolle spielen. Zunächst ist hier das verwendete Material zu nennen. Dabei sollte nur erstklassiges Leder verwendet und professionell verarbeitet werden. Normalerweise wird das entsprechende Leder schon vor der Herstellung des Schuhs in der Gerberei vorbereitet. Wichtig ist zu wissen, dass bei einem hochwertigen genähten Schuh neben dem Ober- und Futterleder zusätzlich die Brand- und Laufsohle aus Leder gefertigt sein sollten. Jedoch gibt es natürlich auch beim Leder selbst erhebliche Qualitätsunterschiede. Das verwendete Material sollte fest und gleichzeitig geschmeidig und luftdurchlässig – also atmungsaktiv – sein. Besonders häufig verwendete Lederarten sind Boxcalf (Kalb) und Rindbox (Rind), seltener wird zudem Cordovan (Pferd) oder Chevreau (Ziege) verarbeitet.

Wie pflegt man rahmengenähte Herrenschuhe?

Auch nach dem Kauf können Sie eine Menge tun, um die Lebensdauer Ihrer hochwertigen Schuhe zu erhöhen – und zwar mit der passenden Pflege. Diese beginnt bereits beim Anziehen des Schuhs und reicht bis zur Behandlung des Leders mit entsprechenden Pflegemitteln. Einige der wichtigsten Tipps zur richtigen Schuhpflege haben wir Ihnen folgenden Übersicht zusammengefasst:

  • Benutzen Sie beim An- und Ausziehen der Schuhe einen Schuhlöffel.
  • Verwenden Sie Schuhspanner, wenn Sie Ihre rahmengenähten Schuhe lagern.
  • Gönnen Sie Ihren Schuhen regelmäßige Tragepausen, wir empfehlen 48 Stunden.
  • Pflegen Sie Ihre Schuhe mit entsprechenden Reinigungs- und Pflegemitteln (siehe unten).

Schritt 1: Reinigen

Grundsätzlich lässt sich die fachgerechte Pflege von rahmengenähten Schuhen in drei Phasen aufteilen. Im ersten Schritt sollten diese gereinigt werden. Das mag zunächst banal klingen – jedoch gibt es dabei schon einiges zu berücksichtigen. Verwenden Sie zur Reinigung eine gute Schmutzbürste. Diese ist in der Regel etwas rauer und eignet sich daher ideal, um Dreck, Lehm oder sonstige Rückstände zu entfernen. Sind die Verschmutzungen besonders hartnäckig, kann die Bürste mit Wasser angefeuchtet werden. Dabei gilt jedoch: „Weniger ist mehr“. Nutzen Sie nicht zu viel Wasser und waschen Sie Ihre wertvollen Lederschuhe unter keinen Umständen in der Waschmaschine. Wieder anders stellt sich die Sache bei Raulederschuhen dar, für die es spezielle Bürsten gibt.

Noch ein Tipp:
Sollten Ihre Schuhe sehr nass geworden sein, kann es helfen, diese vor der Reinigung mit Zeitungspapier auszustopfen, welches dem Leder einiges an Feuchtigkeit entzieht. Legen Sie die Schuhe jedoch auf keinen Fall auf die Heizung, da das Leder dadurch schnell brüchig wird. Die Lebensdauer Ihre rahmengenähten Schuhe würde auf diese Weise drastisch verkürzt.

Nähren und Imprägnieren für lang anhaltenden Schutz

Nachdem Sie Staub und Dreck von Ihren Schuhen vorsichtig entfernt haben, kommt eine andere Bürste zum Einsatz, die dem Auftragen von Schuhcreme dient. Sie sollten dabei unbedingt beachten, dass Sie den richtigen Farbton – passend zu Ihren Schuhen – auswählen und nicht dieselbe Bürste zusammen mit mehreren Farbtönen verwenden. Hierbei ist zwischen Schuhcreme und Schuhwachs zu unterscheiden. Erstere sorgt dafür, dass das Leder geschmeidig bleibt und seine Farbe behält bzw. leicht verändert, sofern gewünscht. Schuhwachs hingegen dringt nicht in das Leder ein, sondern bildet eine schützende Schicht, die Feuchtigkeit und Schmutz abhält. Zusätzlich ist es empfehlenswert, die Schuhsohle – falls diese aus Leder gefertigt ist – alle paar Monate mit einem Ledersohlenöl zu behandeln.

Schritt 3: Polieren

Um die professionelle Pflege Ihrer rahmengenähten Herrenschuhe zu einem sachgemäßen Abschluss zu bringen, benutzen Sie ein weiches Putztuch und eine Glanzbürste, damit Ihre Lieblingsstücke wieder strahlen wie am ersten Tag.

Praktischer Tipp: Schuhpflegesets
Wer darauf verzichten möchte, sich die verschiedenen Bürsten, Tücher, Pflegemittel und Co, die zu einer ordentlichen Schuhpflege gehören, einzeln zusammenzusuchen, ist mit dem Kauf eines Schuhpflegesets gut beraten. Diese sind oft in einer edlen Box verstaut und beinhalten alles, was für die sachgemäße Behandlung von hochwertigen Lederschuhen vonnöten ist.

Worauf sollte beim Kauf von rahmengenähten Schuhen geachtet werden?

In unserer bisherigen Abhandlung rund um rahmengenähte Schuhe haben wir bereits viele Punkte angeschnitten, die man beim Kauf des richtigen Schuhs beachten sollte. Diese und weitere entscheidende Merkmale und Fragen haben wir Ihnen in der folgenden Liste nochmals auf anschauliche Weise zusammengefasst:

  • Handelt es sich um echt rahmengenähte Schuhe oder sind diese lediglich mit einer Ziernaht versehen?
  •  Aus welchem Leder wurden die Schuhe gefertigt? Ist es hochwertig genug, um eine lange Lebensdauer zu ermöglichen?
  • Ist auch die Sohle aus Leder oder handelt es sich dabei um eine Gummisohle?

Zu diesen Punkten kommt noch ein weiterer Aspekt, der beim Kauf von rahmengenähten Herrenschuhen unbedingt berücksichtigt werden sollte – und das ist seine Passform. Handgemachte Schuhe werden auf einem Leisten hergestellt. Dieser beeinflusst maßgeblich, ob der Schuh später eher eng oder weit ist bzw. ob er sich eher für schmale oder breite Füße eignet. Hier gibt es durchaus gravierende Unterschiede, weshalb wir Ihnen dringend dazu raten, Ihren neuen Schuh vor dem Kauf probezutragen. Zumindest sollten Sie sicherstellen, dass Sie die Schuhe nach einem Onlinekauf kostenfrei wieder zurückschicken können, sollten diese nicht passen.

Worauf ist bei Schuhspannern zu achten?

Wie oben beschrieben, sollten Sie unbedingt Wert darauf legen, dass Ihr rahmengenähter Schuh die richtige Passform aufweist. Damit dies aber auch über lange Zeit hinweg so bleibt, ist es ratsam, einen Schuhspanner zu verwenden. Wir empfehlen Schuhspanner aus Holz, da diese die Feuchtigkeit aus dem Schuh besser aufnehmen können als etwa Plastik. Idealerweise legt man diese direkt nach dem Ausziehen der Schuhe ein. Der Vorteil: Wird regelmäßig ein Schuhspanner benutzt, behalten Ihre Schuhe ihre Passform und Gehfalten wird effektiv vorgebeugt. Zudem bringen Schuhspanner aus Holz – beispielsweise von der Rotzeder – einen erfreulichen Nebeneffekt mit sich: Das im Holz enthaltene Öl verströmt einen angenehmen natürlichen Duft.

Derby oder Oxford - wo liegt der Unterschied?

Zu den absoluten Klassikern unter den Schuhmodellen gehören zweifelsfrei der Derby auf der einen und der Oxford auf der anderen Seite. Beide geben einen idealen Business-Schuh ab. Aber wie unterscheiden sie sich voneinander? Hierzu muss man sich einen bestimmten Teil des Schuhs näher ansehen – die Schnürung. Diese ist beim Derby offen, was durch die einzelnen Komponenten des Schuhs verursacht wird. Dieser besteht unter anderem aus einem glatten Vorderblatt, welches in die Zunge übergeht. Auf diesem Vorderblatt liegen zwei Seitenteile auf, die durch die Schnürung miteinander verbunden sind. Durch das Aufliegen der Seitenteile auf dem Vorderblatt ist die Schnürung entsprechend offen. Zum Vergleich: Beim Schaftschnitt des Oxfords enden die V-förmig zusammenlaufenden Verschlussteile unter dem Vorderteil. Man spricht daher von einer geschlossenen Schnürung.

Wir beantworten Ihre Fragen

Wir hoffen, dass Sie sich mit den hier gewonnenen Informationen rund um rahmengenähte Schuhe nun gut aufgestellt fühlen, wenn Sie sich für den Kauf in unserem Onlineshop entscheiden. Falls Sie Fragen zu hochwertigen Lederherrenschuhen im Allgemeinen oder zum umfangreichen Angebot bei Langer & Messer haben, steht Ihnen unser erfahrenes Team gerne zur Verfügung – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!